HOTSPOT28 – Natürlicher Klimaschutz im Norden
Insgesamt sechs Jahre, noch bis September 2030, läuft das Projekt „HOTSPOT28 – Natürlicher Klimaschutz im Norden“. Dieses hat es sich zur Aufgabe gemacht, Biodiversitäts- und Klimaschutz zu verbinden, um den negativen Auswirkungen der Klimakrise und einem weiteren Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken sowie die positiven Effekte des natürlichen Klimaschutzes zu fördern.
Das Gebiet des „HOTSPOT28“ – einer von bundesweit 30 vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) ausgewählten Regionen der biologischen Vielfalt – ist 700 Quadratkilometer groß und reicht von der Hansestadt Lübeck bis ins Salzhaff nach Rerik. Noch heute finden sich in diesen Küstenbereichen wichtige Bestände typischer Ostseelebensräume in arten- und individuenreicher Ausprägung. Ziel ist es, die Küsten-Ökosysteme für die Zukunft zu bewahren und zu optimieren.
Wichtige Schwerpunkte innerhalb der insgesamt 27 Maßnahmen sind die Renaturierung von Küstenbiotopen, die Regeneration von Waldmooren, die Verbesserung der Lebensräume oder die nachhaltige Pflege von Offenbiotopen. Zudem sollen auf die wachsende Population von Meeressäugern, wie den Kegelrobben, aufmerksam gemacht sowie Küsten- und Wiesenvögel, gezielt vor Fressfeinden geschützt werden. Auch die Umweltbildung steht im Fokus.
Regelmäßig werden beispielsweise Schafe oder Ziegen nach der Brutzeit auf die Vogelschutzinsel Walfisch in der Wismarbucht gebracht, um die Flächen als Brut- und Rasthabitat für Seevögel zu erhalten und zu optimieren. Aktuell konnten im Naturschutzgebiet Fauler See – Rustwerder auf der Insel Poel Gelege und Küken von Sandregenpfeifern beobachtet werden. Der Langenwerder, eine weitere Vogelschutzinsel in der Region, ist Bruthabitat für die größte Sturmmöwen-Kolonie an der mecklenburgischen Ostseeküste. 2025 zählten die Ornithologen hier rund 3.500 Brutpaare. Die Wismarbucht ist zudem Rückzugsort für Kegelrobben. Auf der Sandbank Lieps vor Boltenhagen wurden zuletzt – zur Zeit des Fellwechsels im Frühjahr – über 200 Tiere gezählt.
Leadpartner des Projekts „HOTSPOT28“ ist der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e. V., Verbundpartner sind die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V, der BUND Mecklenburg-Vorpommern e. V., die Gemeinde Ostseebad Insel Poel und die Hansestadt Lübeck.
Im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz wird das Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert und kofinanziert durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG) mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern (LM MV) sowie durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein (MEKUN).
(PM Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e. V.)
Weitere Informationen unter hotspot28.de
Strandführungen mit dem BUND – Hohen Wieschendorfer Huk
15. Juli 2026, 11.00 Uhr
22. Juli 2026, 11.00 Uhr
29. Juli 2026, 11.00 Uhr
5. August 2026, 11.00 Uhr
19. August 2026, 11.00 Uhr
21. Oktober 2026, 11.00 Uhr
Website: hotspot28.de
Ort: vor dem Parkplatz (gebührenpflichtig) des Ostseecampingplatzes Beckerwitz
Beschreibung: Aus dem ehemaligen Grenzstreifen im geteilten Deutschland ist heute ein langes Band des Lebens geworden, in der die Natur Vorrang hat und das viele unterschiedliche Lebensräume miteinander verbindet – das Grüne Band. In Mecklenburg-Vorpommern im Gebiet des HOTSPOT28 erstreckt sich das Grüne Band auch entlang der Ostseeküste. Der BUND lädt zu Exkursionen auf dem Meer und an der Küste ein.