SeaGarden
Die südliche Ostsee steht vor großen ökologischen und sozioökonomischen Herausforderungen. Nährstoffeinträge, Eutrophierung, Biodiversitätsverlust sowie der strukturelle Wandel in der Fischerei beeinträchtigen die ökologische Gesundheit der Küstengewässer und gefährden die wirtschaftlichen Perspektiven vieler Küstengemeinden. Gleichzeitig bieten naturbasierte Ansätze wie die regenerative Meeresbewirtschaftung, der Anbau von Muscheln und Algen, ein großes Potenzial, um Wasserqualität zu verbessern, Biodiversität zu fördern und neue Einkommensquellen für Küstengemeinden zu schaffen. Während solche Ansätze in anderen Regionen bereits existieren, fehlen sie in der südlichen Ostsee bislang weitgehend.
Das Projekt SeaGarden setzt genau hier an: Es soll verschiedene Akteure, Küstengemeinden, kleine Betriebe, Fischereiorganisationen, politische Entscheidungsträger, zukünftige Meeresfarmer, Einrichtungen für Wissenschaft und Bildung sowie NROs, befähigen, kleinskalige, gemeinschaftsbasierte Meeresfarmen in der südlichen Ostseeregion aufzubauen und nachhaltig umzusetzen. Dazu werden geeignete Arten und Anbaumethoden an Teststandorten erprobt, Schulungen und Workshops durchgeführt sowie Leitfäden und Entscheidungsgrundlagen entwickelt. Auch rechtliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Akzeptanz werden gezielt adressiert.
EUCC-D ist im Projekt für die Einbindung von Stakeholdern, die Wissensvermittlung und die Umsetzung einer Pilotanlage in M-V zuständig.
Laufzeit: 2026-2029
Zuwendungsgeber: Interreg South Baltic Programme 2021-2027
