International vernetzt, regional verankert - Austausch zu Voluntourismus
Im Rahmen des Interreg-Projekts SB MANTA (South Baltic natural and cultural heritage assets management as tourist attractions) konnte EUCC-D in den vergangenen Wochen an mehreren Veranstaltungen teilnehmen, die den fachlichen Austausch zu nachhaltigem Tourismus sowie zum Thema Voluntourismus auf unterschiedlichen Ebenen ermöglichten. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Vernetzung mit relevanten Stakeholdern sowie dem Transfer von Wissen und Erfahrungen zwischen regionalen und internationalen Akteuren. So ermöglichte die Teilnahme am BlueDots Living Lab in Italien einen intensiven transnationalen Dialog zwischen Fachleuten der Blauen Wirtschaft; es kamen Vertretende aus lokaler Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung sowie aus EU-Projekten zusammen, um gemeinsam Lösungsansätze für nachhaltigen Küstentourismus zu erörtern. Im Sinne eines Living-Lab-Ansatzes stand dabei nicht nur der Austausch von Best Practices im Vordergrund, sondern vor allem die kooperative Entwicklung neuer Ansätze und Ideen.
Ergänzend dazu boten regionale Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit, diese internationalen Impulse in den lokalen Kontext zu übertragen. Die Teilnahme an einer Veranstaltung zu nachhaltigen, kooperativen Geschäftsmodellen für Kultur- und Naturtourismus in Neukalen erwies sich ebenso als gewinnbringend. Der direkte und dialogorientierte Austausch innerhalb einer kleinen Gruppe ermöglichte nicht nur eine vertiefte Diskussion einzelner Fragestellungen, sondern auch einen intensiven Wissenstransfer. Wodurch neue Perspektiven auf nachhaltige Tourismusangebote sowie Anknüpfungspunkte für eine regionale Umsetzung entwickelt werden konnten. Gleichzeitig bot die Veranstaltung Raum, eigene Erfahrungen aus dem internationalen Projektkontext einzubringen und mit regionalen Akteuren zu reflektieren.
Auch die Auftaktveranstaltung für den Naturparkplan Am Stettiner Haff stellte einen wichtigen Baustein im Austausch mit regionalen Stakeholdern dar. Diese war insbesondere vor dem Hintergrund der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von besonderem Interesse: Mit dem Nationalpark Wolin auf der polnischen Seite des Stettiner Haffs ist ein zentraler Projektpartner in SB MANTA direkt in der Region verortet. Insgesamt zeigen die verschiedenen Veranstaltungen eindrücklich, wie wichtig sowohl internationale Vernetzung als auch regionale Einbettung für die Weiterentwicklung von nachhaltigen Tourismuskonzepten sind. Der gezielte Austausch mit unterschiedlichen Stakeholdern trägt maßgeblich dazu bei, bestehende Ansätze weiterzuentwickeln, Synergien zu nutzen und langfristige Strukturen für die Verbindung von Naturschutz und Tourismus zu schaffen, die für die nachhaltige Verankerung von Projektergebnissen eine zentrale Rolle spielen.

Gefördert wird SB MANTA durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) unter dem Interreg South Baltic Programm 2021 – 2027; Projektzeitraum: 07/2024 – 06/2027.