Monitoring von Küstenfeuchtgebieten
FLY2 "Coastal Wetlands" hielt am 25./ 26. März in Hamburg sein zweites Projekt- und Lenkungsgruppentreffen ab, an dem nationale Behörden und Fachleute auf EU-Ebene aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Spanien, der Europäischen Kommission sowie die technischen Unterstützenden des Projekts, darunter EUCC-D, teilnahmen. Die Gruppe überprüfte die Fortschritte bei der Basisbewertung, erörterte, wie das Projekt mit aktuellen politischen Entwicklungen in Europa in Einklang gebracht werden kann, und bereitete die nächsten Schritte zur Gestaltung des integrierten Überwachungsrahmens für Küstenfeuchtgebiete entlang der Ostatlantik-Zugroute vor.
Im Rahmen der Bestandsaufnahme tauschten die nationalen Teams erste Ergebnisse aus und hoben dabei ihre robusten nationalen Monitoringsysteme hervor, wiesen aber auch auf die Schwierigkeit hin, diese länderübergreifend vergleichbar zu machen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen praktische Fragen, wie z. B. die Überwachung durchgeführt wird, wie oft Daten erhoben werden und inwieweit nationale Methoden aufeinander abgestimmt werden können. Die Gruppe war sich einig, dass eine Verbesserung der Vergleichbarkeit unerlässlich ist, um wissenschaftlich zuverlässige und für die Politik nutzbare Ergebnisse zu erzielen.
Die politische Integration war ein zentrales Thema während der gesamten Sitzung. EUCC-D stellte vor, wie FLY2 die Mitgliedstaaten bei der Ausarbeitung ihrer nationalen Wiederherstellungspläne für die Natur unterstützen kann, und betonte dabei die Notwendigkeit, die Ergebnisse zu überwachen, die direkt in die Wiederherstellung und die nationale Entscheidungsfindung einfließen. Dies knüpfte an umfassendere Diskussionen zur maritimen Raumplanung sowie anlaufende politische Prozesse der EU in den Bereichen der Meeres- und Biodiversitätspolitik an.
EUCC-D stellte zudem die vorgeschlagene Struktur sowie die Rolle der Beratungsgruppe vor, die gezielte fachliche Beiträge in der nächsten Arbeitsphase leisten soll. Zu den potenziellen Mitwirkenden gehören die Wadden Sea Flyway Initiative, BirdLife International, Wetlands International sowie die Europäische Umweltagentur.
Es wurden kurz Fallstudien erörtert, die die Basisbewertung ergänzen sollen, indem sie Wissenslücken schließen, Daten aus verschiedenen Regionen integrieren und die Konnektivität von Vögeln mit lokalen Umweltbedingungen verknüpfen. Angesichts begrenzter Ressourcen einigte sich die Gruppe darauf, sorgfältig Prioritäten zu setzen, damit die Fallstudien die Entwicklung des Rahmens unterstützen, ohne den Forschungsumfang des Projekts zu erweitern.
Am Ende des Treffens hatte sich die Gruppe auf klare nächste Schritte geeinigt: die Analyseinstrumente zu verfeinern, die Basisbewertung im Mittelpunkt der laufenden Arbeit zu belassen, die methodische Abstimmung zu stärken und sicherzustellen, dass die Ergebnisse für die Renaturierung und die Raumplanung relevant sind. Die Teilnehmenden betonten zudem die Notwendigkeit, den Schwerpunkt von der Erstellung umfassender Bestandsaufnahmen auf die Priorisierung sowie auf eine auf Lücken ausgerichtete Analyse zu verlagern. Kommunikation und die Einbindung der Interessengruppen bleiben von entscheidender Bedeutung, wobei die Mitglieder der Lenkungsgruppe dazu beitragen, die Projektergebnisse mit den nationalen Governance-Prozessen zu verknüpfen. Nun beginnen die Vorbereitungen für die Diskussionen über den integrierten Überwachungsrahmen, die Rolle der Beratergruppe sowie die nächste Sitzung der Lenkungsgruppe, die voraussichtlich eine große internationale TAIEX-Veranstaltung sein wird.
Weitere Informationen über das von der Coastal & Marine Union (EUCC) geleitete Projekt auf eucc-d.de und in dieser Broschüre.
